Kreisverband Lübeck der Gartenfreunde e.V.
Kartoffelprojekt auf dem Kleingartengelände Holstentor Nord- Sonnenschein-
Nachdem nur mehr als 5 Jahre das Lübecker Kartoffelprojekt läuft, hat dieses Projekt auch Anklang beim Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. gefunden.
Unter 30 im gesamten Bundesgebiet ausgewählten Verbänden und Kleingärtnervereinen wird der Bundesverband dieses Projekt in einer gesonderten Broschüre vorstellen. Um noch weitere Detail zu gewinnen, noch Fotos zu erhalten, ist am 26. August der Beauftragte des Bundesverbandes, Herr Frank Müller, Kreisverband Leipzig der Kleingärtner Westsachsen e.V., zuständig für diese 30 Projekte nach Lübeck in den Kleingärtnerverein Holstentor Nord e.V. gereist. Ca. 15 Kinder der Falkenfeldschule, Klasse 2c, und der Lehrerin Frau Karen Brinke waren am 26..8.2010 für Herrn Frank Müller auf der Parzelle 98 im Eichenweg mit der Kartoffelernte beschäftigt. Herr Müller konnte sich hier selber davon überzeugen, wie die Kinder mit viel Elan beim Abernten der Parzelle waren. Im Anhang ein Bericht der Frau Karen Brinke, wie Sie das Projekt aus Ihrer Warte aus sieht:
Sehr zur Begeisterung von Schülern, Eltern und beteiligten Lehrern startete ca. im April für meine Klasse 2c das Kartoffelprojekt. Hierfür gingen wir im Schnitt so 3 Mal pro Monat in eine Kleingartenparzelle, die 20 Minuten Fußmarsch entfernt von unserer Schule liegt. Herr Wenchel betreute uns dort mit Rat und viel Tat. Er wies mich und die Schüler freundlich und geduldig in die Gartenarbeit ein, besorgte Saatgut und Setzlinge sowie Werkzeug und Baumaterial (für die Komposthaufen). Zu Anfang mussten die Beete von Unkraut befreit und die Erde gelockert werden. Die Kinder gingen dabei sehr unterschiedlich vor: manche zupften jeden Halm einzeln, während andere sich beim Graben mit Spaten und Forke verausgabten. Dann wurden neben Kartoffeln auch Bohnen gelegt (nicht so ganz ordentlich in Reihen, aber wir hatten viel Spaß!) Radieschen Möhren und Blumen gesät, Salat, Kohlrabi, Gurken und verschiedene Kräuter gepflanzt. Wenige Wochen später gab es auch schon die ersten Ernteerträge: Radieschen und Erdbeeren, später Johannisbeeren. Herr Wenchel war immer sehr großzügig und stockte unsere Ernteerträge mit weiteren aus seinem Garten auf. Dort durften wir auch noch andere Pflanzen kennen lernen, die in unserer Parzelle nicht wuchsen. Neben dem Ernten gab es immer viel zu jäten; für die meisten Kinder war das ein Riesenspaß: kaum im Garten angekommen, wollten sie auch schon anfangen. Trotzdem reichte unsere Arbeit nicht aus, gegen das Wachstum der Unkräuter anzukommen-aber Herr Wenchel sorgte immer- und besonders während der Sommerferien- dafür, dass uns die Arbeit nicht über den Kopf wuchs. Besonders viel zu ernten gab es nach den Ferien: Mohrrüben, Bohnen und Kartoffeln. Die Kartoffelernte war für die Kinder wunderbar. Sie spielten Goldgräber und jede Minikartoffel wurde mit einem begeisterten “Ich habe wieder ein Goldstück!“ begrüßt. Kartoffel-Theorie hatten wir auch: Herr Wenchel hat uns verschiedene Kartoffelsorten(sogar lilafarbene und rote!) gezeigt. Und in der Schule haben wir einiges über die Herkunft und den Anbau der Kartoffelpflanze sowie einen Kartoffel-Boogie gelernt.
Frau Karen Brinke |
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